Joshua Tree Nationalpark - Teil 1

Wir starteten  unsere Fahrt  in Palm Springs und  fuhren nördlich zum Westeingang des Parks. Wie bei allen Nationalparks findet man in der Nähe der Einfahrtsstelle eines der typischen Namensschilder. Sie sind immer von Fotografen umlagert, die dort der Reihe nach erst einmal alle Familienmitglieder ablichten. Das kann manchmal dauern... aber nicht hier in der Wüste und bei Extremtemperaturen von über 42°C, die dort bereits im Mai herrschen können. Es war niemand da...


Wie der Name des Parks bereits sagt, wachsen dort große Mengen der Josua-Palmlilie (Yucca brevifolia bzw. Joshua Tree), die bis zu 15 m hoch werden kann. Den Namen haben ihr die Mormonen gegeben, wegen der abstehenden Äste, die an die ausgebreiteten Arme von Josua erinnern sollen. Besonders viele der Bäume findet man im westlichen Teil des Parks.









An einigen Joshua Trees konnte man Samenstände entdecken




Eine andere weit verbreitete Pflanze im Park ist die Mojave Yucca (Yucca schidigera), sie kann bis zu 3,5 m hoch werden. 




Einen ersten größeren Fotostopp machten wir im Hidden Valley. Da wir 2012 unseren Besuch extra für den Frühling geplant hatten, konnten wir viele Wüstenpflanzen mit Blüten oder Beeren entdecken. Zu der Jahreszeit kann man wirklich sagen, dass die Wüste lebt!
Im Vordergrund der gelb blühende Strauch nennt sich Brittlebush (Encelia farinosa) und wurde von einigen Insekten besucht.




Bei dieser Pflanze handelt es sich um California buckwheat (Eriogonum fasciculatum),  die aus der Entfernung unserer weißen Grasnelke ähnelt. Aber im Makrobereich erkennt man den Unterschied.




Die nächste Pflanze trägt den lustigen Namen Hasenpinsel oder Rabbitbrush (Ericameria nauseosa) und blüht sowohl im Frühjahr, als auch im Spätsommer


Desert mistletoe (Phoradendron californicum) ist wie unsere heimische Mistel eine Halbschmarotzerpflanze, die jedoch keine Blätter besitzt. Weibliche Pflanzen bilden rote Beeren, die gerne vom Trauerseidenschnäpper (Phainopepla nitens) gefressen werden. Dieser verbreitet die Samen der Pflanze über seine Ausscheidungen.



Der Paperbag Bush ist eine grau-grünliche, etwas dornige Wüstenpflanze. Sie bildet ganz leichte, papierartige Früchte, die erst pinkfarben und später, mit zunehmender Reife, weißlich aussehen.



Vom Parkplatz Hidden Valley machten wir noch eine kleine Wanderung, die uns an interessanten Gesteinsformationen und weiteren Wüstenpflanzen vorbeiführte.





ein Beavertail Cactus (Opuntia basilaris), erfreulicherweise ist dieser Feigenkaktus ohne Dornen



klein aber fein, Miniature Woollystar (Eriastrum diffusum)


Schmal und hoch, diese Kakteen, die aussehen wie kleine Büsche oder Miniaturbäume, mit dichten hellen Stacheln und gelben Blüten sind Silver Chollas (Opuntia echinocarpa)




Diesen gefährlich aussehenden Gesellen, haben wir auf unserer Runde nur einmal entdeckt, der Kugelkaktus nennt sich California Barrel Cactus (Ferocactus cylindraceus)


Als wir schon fast wieder am Auto waren, entdeckten wir im Schatten auch noch diesen Gesellen, einen Black-tailed Jackrabbit (Lepus californicus), der sich aber schnell zwischen den Felsen in Sicherheit brachte.


Dann ging es in den südlichen Teil des Joshua Tree Nationalparks, was es dort zu sehen gab, könnt ihr im zweiten Teil nachlesen.





1 Kommentar:

  1. Wunderschön. So manchen Baum erkenne ich glatt wieder. *zwinker*
    Wir waren im November dort, da hielt sich die Blütenpracht in Grenzen.
    Ich sehe, wir haben was verpasst.

    Wenn Du gucken magst:
    http://tonari.wordpress.com/2009/11/21/joshua-tree-national-park/
    (Du kannst den Link auch gerne löschen, wenn dich Fremdverlinken stört.)

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